Einführung

 

110 Jahre Deutsche Schäferhund-Geschichte!

 

Vom Gründer Max von Stephanitz bis Reinhardt Meyer.

 

Wie soll man das noch bildlich darstellen?

 

Nicht nur die Kenner der Szene, auch die Neuanfänger -innen dürften sich freuen über die technischen Möglichkeiten des heutigen Zeitalters.

Ein kurzer Blick auf einer einzigen (großen) Tabelle, und schon wird einiges klar über den Hund, dessen Ahnentafel man gerade in der Hand hält. Oder aber, man sieht plötzlich Zusammenhänge, die einem nicht so direkt einleuchteten.

 

Lassen Sie sich überraschen.

 

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei dieser Reise in die Vergangenheit.

110 Jahre Schäferhundgeschichte auf einem Blick, mit einer riesigen Menge an zusätzlichen Daten

           SV-Präsident Dr. Rummel war sich (Anfang der 70er Jahren) dessen bewusst, dass die Hüftgelenksdysplasie unbedingt ausgemerzt werden musste, aber er wurde alsbald abgesegnet und die Viernheimer Brüder Hermann (SV-Präsident und Großzüchter „von Arminius“) und Walter Martin (Großzüchter „von der Wienerau“) introduzierten, statt rigorose Selektionsmaßnahmen (wie sie in der ehemaligen DDR bereits angewandt wurden), den Großhandel im Verein. Es waren goldene Zeiten für einige wenige Ausleser (ausgelesene Züchter bzw. „Vorzüglich Auslese“-Hunde). Es wird Sie nicht überraschen, dass sich die Lüge über „eine breite Blutbasis“ schnell entkräften lässt. Dazu braucht man ein einziges Datenblatt. Enthalten sind darin alle großen Namen. Und obwohl sehr viele Individuen gelistet sind, kann man die wenigen Stammväter an nur einer Hand abzählen.

 

           Aber schauen Sie selbst! Dass bei einer Menge von 1.000 bis 2.000 Nachkommen eines einzigen Auslesers wieder wenigstens ein guter Hund dabei sein muss, ist doch evident. Aber „breiter“ wird die Blutbasis dadurch nicht!

 

           Sollte es anfänglich etwas verwirrend ausschauen, machen Sie sich keine Sorgen, es ist alles ganz einfach. Wir fangen ganz unten an, mit dem allerseits bekannten Stammvater Horand von Grafrath und seinen Wurfbruder Lux Sparwasser, dazu noch Russ, der den Zuchtsieger von 1904, Aribert von Grafrath, zu seinen Nachkommen zählt, und dessen Aufnahme in der Tabelle notwendig war, um auch wirklich ALLE Zuchtsieger in der Tabelle zu bekommen. Dann arbeiten wir uns durch die Geschichte nach oben hoch, von Vater auf Sohn, bis heute.

 

           Es wird schnell klar, welche Zweige des Baumes absterben, und wo sich das Wachstum steigert. Obwohl manche Rüden eine riesige Nachkommenschaft haben, sind es immer nur einzelne Individuen die den Fortbestand einer Linie sichern. Am Ende werden Sie den Überblick haben, und lassen sich bestimmte Konzentrationen orten, Rüden die die Hochzucht bestimmen und die neuen Sieger liefern, andere die den Leistungssport zuzuordnen sind und manchmal trotzdem erstaunlich viele Champions bringen.

© Jan Demeyere, Vichte, Belgium 2009

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             Der Deutsche Schäferhund ist in der Tat bereits 110 Jahre alt. Aus verschiedenen Landschlägen aus verschiedenen Regionen Deutschlands und durch Mittel von massiver Inzucht, schufen Rittmeister Max von Stephanitz und seine Kumpanen eine edle Rasse, die sie alsbald vervollkommneten. Ein paar Jahrzehnte ging alles gut, aber zwei Weltkriege und eine innerstaatliche Trennung brachten die Rasse an den Abgrund. In den Nachkriegsjahren wurde zunächst vieles wieder hergestellt, jedoch durch zurückzüchten auf immer dieselben Hochzuchtlinien, erkrankte die Rasse ganz erheblich.