Quanto & Canto

Quanto von der Wienerau

Quanto von der Wienerau dominiert heute noch das ganze (fragwürdige) Hochzuchtgeschehen, gegründet auf die gut vermarkteten Viernheimer-Produkte der 70.er und 80.er Jahren, wir haben an anderer Stelle darüber berichtet. Es bleiben dort nur 2 Säulen, die eine über Uran vom Wildsteiger Land, die andere über Quando von Arminius (mit entweder Zamb von der Wienerau oder Jeck vom Noricum als wichtigste Vertreter). Hier stoßen Sie auf dem „Bottleneck des SV-Zuchtgeschehens“. Wenn Sie eine Kopie von Kommissar Rex wollen, dann schauen sie hier.

 

Was bei der Leistung erwähnt werden kann ist schnell erzählt: 20 Jahre zurück gab es BSP-Sieger Vargo vom Seebachtal, Django Castell 18, und Iwo von Lauterstein (2 Mal WUSV-Vize). Aktuell bleibt nur ein einziges Spitzenprodukt über Quanto von der Wienerau übrig: Attaque von der Adelegg, der auch Vize-WUSV-Sieger wurde. Sonst ist nur noch Olf vom Fürstendamm (in der 4. Generation nach Quanto) erwähnenswert. Er wurde wie bereits erwähnt dreifacher DDR-Sieger, stammte aber aus einem Vater aus der Tsjechoslowakei.

(Siehe auch bitte Bemerkung ganz unten.)

Canto von der Wienerau

Der sehr früh gestorbene Canto von der Wienerau bietet teilweise das gleiche Szenario wie Quanto. Auf zwei seiner Söhne bauen sich Hochzuchtlinien auf, die eine führt über Frei vom Holtkämper See nach Mark vom Haus Beck, wonach dann lediglich Schauhunde kommen, Deckmaschinen mit riesigen Mengen an Nachkommen (genauso wie bei Quanto’s Erben), die andere geht über Zuchtsieger Canto von Arminius in Richtung Fanto vom Hirschel, 2-facher Sieger und schönster Hund der Welt, der abgesehen von einigen guten Hündinnen allerdings keinen würdigen männlichen Vertreter mehr stellen konnte, mal ganz abgesehen von Watz vom Schornfelsen.

 

Potential war ja da! Der Sohn Cäsar von Arminius z.B. machte auf sich aufmerksam. Er konnte in der 2. bzw. der 3. Generation zwei EUSV-Sieger stellen: Hero vom Jaresberg und Cando von der Wittelsburg. Ein anderer Sohn zeigt uns Anschluss über Argus vom Klämmle nach Arko vom Letelner Grund, der ja in den guten Händen von Friedrich Biehler gut aufgehoben war und ebenfalls zum Europa-Sieger wurde. Ein vorletzter Canto-Sohn, Jago von der Baierstaler Strasse führte dann zu einem weiteren EUSV-Sieger, nämlich Olf vom Försterhaus. Der 5. Europameister der auf Canto von der Wienerau aufbaut, ist Enno-Hassan van ’t Slotbos, er verpasste den 2. Sieg, aber wurde dann noch Vize-Sieger.

Kein Engpass?

 

Leute argumentieren manchmal und erzählen mir, dass es sowas wie ein Engpass im DSH-Zucht keineswegs gibt. Schauen Sie sich dann bitte einmal die Tabelle an! Die Sieger der jüngeren Geschichte, und zwar seit Uran vom Wildsteiger Land und somit der letzten 26 Jahren, wurden hier zusammengetragen. Es macht mich wirklich krank sie hier so nahe bei einander in der kleinen Tabelle zu sehen, es ist wirklich schlimm. Und denken Sie dann daran, dass die sukzessiven SV-Bundeszuchtwarte  uns immer erzählen sie tragen dafür Sorge, dass die Rasse auf einer breiten genetische Grundlage aufgebaut wird. Unsinn! Sie krönen nur immer die nächste Generation aus den Nachkommen des ehemaligen Siegers. Nichts mehr, nichts weniger.

 

16 Sieger kommen über Quanto von der Wienerau, 6 von ihnen haben den Titel zweimal gewonnen, somit decken sie 22 Jahre SV-Zucht ab.

Nur 3 Hunde kommen über Canto von der Wienerau, Fanto hat den Titel zweimal gewonnen, damit decken sie insgesamt 4 weitere Jahre ab.

 

Zusammenfassend:

Die letzte 26 SV-Sieger sind auf 2 Hunden basiert, wenn Sie mich erlauben ein wenig zu verallgemeinern, im Grunde genommen (abgesehen von der zwangsläufigen Ausnahme) auf lediglich einen einzigen Hund, Quanto von der Wienerau.

 

Wie schlimm ist das? Ist das jetzt ein Engpass oder nicht?

Hochzuchtmässig bleibt nur eine einzige Blutlinie übrig!